Montag, 7. April 2014

[DSA] Flucht aus Havena

Gestern musste die Langeweile eines Sonntags durch eine Portion [DSA] bekämpt werden. Hierzu machte sich ein tapferer Recke in schimmernder Rüstung auf, um uns vor dem Langeweilemonster zu retten, Sprich Zharael leitete eine Sitzung [Das Schwarze Auge]. 

Beteiligt waren daran Justicon als Ragnor Sturmrufer, einem Fjaninger,
Ta'eron als Auelf Imrayon Dämmertänzer sowie 
einfach nur ich als Entdecker Kvalor Marnion.

"Vor Kvalor erstreckte sich das wüste Schlachtfeld und er spürte die Hitze eines lodernden Feuers zu seiner Linken. Kaum etwas war zu erkennen, denn der Rauch zog noch durch die Luft und biss etwas in seine Augen. Sein Schädel dröhnte und er war kaum in der Lage sich zu bewegen. langsam ließ er seine schmerzenden Augen kreisen.

Überall lagen Thorwaller bewegungslos herum, aber auch ein Elf fand sich hier, seine Waffe noch umklammert, und er mitten zwischen ihnen. Wie war er hierher gekommen? Waren die Thorwaller seine Freunde? Er konnte sich nicht an ihre Namen erinnern, aber dunkel glomm eine Erinnerung an gestrige gemeinsame Ruhmestaten. Dabei war er doch nur ein einfacher Entdecker.

Dann hörte er das Scheppern von Rüstungen und den Klang harter militärischer Stiefelschritte. Das war nicht gut..."

Grimmwolf



So begab es sich in einer namenlosen Taverne in Havena:
MIt brummenden Schädel wachte Kvalor langsam auf und hörte Hämmern und Scheppern. Da Hämmern vermutlich in seinem Kopf, während das Scheppern metallisch und von außerhalb kommend klang.

"Nicht so laut, bitte!", hörte er sich denken und seinen Sitznachbarn, einen Elfen, sagen. Dieser hielt sich, genau wie Kvalor, noch an einem leeren Humpen und seinem eigenen Kopf fest und Kvalor nahm langsam seine Umgebung war. Die Taverne, oder besser das Schlachtfeld, war wüst und überall lagen Thorwaler herum, mehr oder weniger bekleidet und unterschiedlich wach. Einige erhoben sich und blickten ebenso verwirrt drein, darunter auch zwei Frauen, aber eindeutig thorwalerisch.

Im Kamin der Taverne, wie hieß sie noch mal? - ach egal -, knisterte noch immer ein wärmendes Feuer, auch wenn er keinen Wirt oder Schankmaiden sah. Woher kam bloß dieses Scheppern und jetzt auch noch Rufe?

Da flog auch schon mit großem Knall die Tür auf - mein Kopf - und ein gutes Dutzend gerüsteter Stadtwachen betrat die Schänke.

"Ihr seid alle Festgenommen, wegen Verbrechen gegen die Stadt", verkündete, viel zu laut, der mutmaßliche Kommandant der Truppe und blickte auf die Thorwaller an Kvalors Tisch. "Ihr auch, wegen Beihilfe", gab der Schreihals bekannt und deutete auf Kvalor und den Elfen.

"Beihilfe zu was?", fragte er verwirrt, erhielt aber keine Antwort, stattdessen kamen die Wachen drohend näher.

Plötzlich kam jedoch Leben in die Thorwaler. Der neben ihm, ein überall mit Tätowierungen und Schmuck verzierter Hüne, wachte auch auf und guckte verwirrt, während die anderen schon aufsprangen und erste Bierkrüge Richtung Stadtwache flogen.

Bald darauf folgten diesen Fäuste oder die Thorwaler schupsten die Wachen einfach zur Seite. Die Schlägerei war kurz aber heftig und die Söhne Swafnirs liefen durch die Tür ins Freie. Eine der Frauen rief dem Elf und Kvalor, sowie dem gerade aufgesprungen Thorwaller, noch zu:
"Wenn ihr keine Wert darauf legt in den Kerker zu kommen, dann folgt uns!".

Kvalor war zwar ein rechtschaffender Kerl, aber da die Wachen ihn, natürlich völlig grundlos, festnehmen wollten, entschloss er sich Fersengeld zu geben. Der in seinem Kopf tobende Wolf, ach was, Grimmwolf, war nicht hilfreich, aber er kam vorwärts und folge der Thorwalerhorde, die offensichtlich zum Hafen rannte und nahm noch aus den Augenwinkeln war, wie der Elf und der Hüne ihm folgten.

Lauf, Kvalor, lauf!

Alle rannten, hinter ihnen die rufenden Stadtwachen. Plötzlich drehte sich der Elf um und die Wachen stoppten kurz, als wären sie gegen eine Wand gelaufen. Kvalor wusste nicht warum, aber es war ihm auch egal, denn vor ihm lag ein Kai, auf den die Thorwaler zuliefen. Gut, wie er Thorwaler kannte würde dort ein Schiff liegen, mit dem man Havena schnell verlassen könnte, was für alle sicher besser wäre. Kvalor suchte sowie neue Abenteuer und Havena war nun, nicht mehr so heimelig, wie zuvor.

So schnell er konnte bog er um eine Ecke und sah - Nichts - kein Schiff, nur einen Kai und einige Thorwaler die Waffen aus einem Sack zogen. Dann vernahm Kvalor Geräusch die nichts gutes verhießen. Armbrüste wurden gespannt und ziemlich wütend dreinblickende Stadtwachen kammen angelaufen, auf die Thorwaler, und ihn, anlegend.

Flugs ging er hinter einem Thorwaler und Kisten in Deckung, als auch schon die ersten Bolzen an ihm vorbei zischten. Nein, er sollte sich definit eine ganze Weile in Havena nicht blicken lassen. Aber kampflos würde er nicht aufgeben. Er hielt seinen Kampfstab fest und überprüfte ob er sein Blasrohr und die Pfeile noch hatte. Ja, alles da, auch der Dolch, sehr gut.

Dann hörte er Holz besten und Klopfen in seinem Rücken. Als er sich umsah, erblickte er mehre Thorwaler die wie wild auf den Kai einschlugen. Der Elf und der riesige Thorwaler in seiner Nähe, der offentsichtlich nicht zur Gruppe gehörte, denn er trug andere Kleidung, eigentlich kaum welche, fragten aus einem Mund, was die Männer da taten.

"Wonach sieht es denn aus. Wir schlagen den Steg kaputt!"
Ob dieser wahrheitsgemäßen, wenn auch völlig unnützen, Antwort konnte er nur ein "Ja, das sehe ich, aber warum?" stammeln.
"Damit die Wachen hier nicht hinkommen und wenn die euch nicht erwischen sollen, kommt ihr besser auch her". Verwirrt folgte man dem Rat und Kvalor versuchte vergeblich bei der Zerstörung des Steges mitzuhelfen. Er war eben kein starker Thorwaler.

Das Boot

Kvalor starrte verduzt nach vor, als ein Thorwaler die Arme hob und sich daraufhin erst eine Welle und dann ein Schiff aus dem Meer erhob. Es war ein thorwaler Drache, ein Langschiff mit drei Masten, Doppelsegeln und Drachenkopfverzierung am Bug. Schnell und nützlich.

Schon hüpften die ersten Thorwaler an Bord. Leider machte sich er Wolf noch bemerkter und der Elf viel mit Kvalor zusamen ins Wasser. Panisch begann er um sich zu schlagen und um Hilfe zu rufen. Lachen half ihm eine Thorwalerin und bugsierte ihn zu einem Seil das vom Schiff hinabgelassen wurde, an dem er sich an Bord ziehen konnte.

Er war zwar an einem See, Angbar in Kosch, aufgewachsen, aber Schwimmen konnte er noch nie gut.

Keuchend und triefnass ließ der Entdecker sich auf das Deck fallen und sah zu wie der Rest der Mannschaft an Bord kam und dabei noch johlend die Stadtwache verhöhnte, während das Schiff auch schon ablegte.

Was für eine Art einen Tag zu starten. Immerhin ließen die Kopfschmerzen langsam nach. Die Thorwaller hatten ihn vermutlich vor einem langen Kerkeraufenthalt, vielleicht sogar sein Leben, wenn er die Armbrüste bedachte, gerettet. Er kannte keinen von ihnen, war aber dankbar.

Mit der Zeit trocknete er und man stellte sich vor und wurde gefragt, was man denn könne, schließlich wäre man eine ganze Weile auf diesem Schiff und solle sich nützlch machen. Die Frau mit den roten Haaren war wohl der Kapitän.

Kvalor hatte allerlei nützliche Talente, er konnte Lesen, Schreiben und Zeichnen, wusste viel über Geschichte und kannte Legenden. "Ich wollte schon immer einen eigenen Skalden", kommentierte die Kapitänen spöttisch grinsend.

Der etwas traurig dreinblickende Elf verkündete er sei einmal ein guter Bogenschütze gewesen habe seinen Bogen aber beim Fall ins Wasser verloren. Noch mehr grinsend deutete die Frau auf ihren ersten Maat, der einen elfischen Bogen in der Hand hielt. "Also ich bin zwar nicht bei den Elfen aufgwachsen, aber auch ich weiß, dass Holz auf dem Wasser schimmt". Dankbar nahm der Elf seinen Bogen wieder an sich.

Ahoi!

Wir sollten uns nützlich machen also versuchten wir die Takelage und die Segel straff zu ziehen. Dabei scheiterten wir kläglich, während der thorwaler Hüne, Ragnor sein Name, wie wir nun erfuhren, damit kein Problem hatte, aber er war sogar noch größer als der Rest der Thorwaler.

Der Matrose schickte uns darauf hin in die Kombüse, vielleicht wären wir da nützlicher. Man beauftragte uns Fische zu entschuppen und für das Essen vorzubereiten. Es tröstete Kvalor, dass der Elf, Imrayon, genau so dabei versagte wie er.

Daraufhin schickte die Kapitänen Kvalor unter Deck und gab ihm einige Seekarten. Er solle diese kopieren, da das Papier langsam kaputt ging. Endlich etwas das er konnte und so widmete er sich daran diese Karte abzuzeichnen.

Dann gab es endlich Essen. Man genoss Fisch und Bier sowie eine Flasche die ihre Kreise zog. Kvalor nahm unbedarft einen Schlug und unter Husten brannte sich etwas seinen Weg durch seine Kehle. Die Blicke der Thorwaler sagt ihm, dass er sich besser geschlagen hatte, als sie erwartet haben. "Was ist das für Zeug, das ist sehr *hust* stark?" "Ha, Premer Feuer, Junge, der stärkste Schnaps, den es gibt. Das kommt aus Thorwal" Woher auch sonst?

Der Elf hatte derweil am Hauptmast einen Haufen Zettel entdeckt, der Zeichungen der Besatzung enthielt und Beschreibungen wie "Gesucht wegen...", "Wer kennt diese Verbrecher?" und ähnliche schmeichelhaftes. Aber die Zeichnungen waren gut getroffen. 

Auf Kvalors zaghafte Frage was die Besatzung den so vorher gemacht hätte, was vielleicht auch die Stadtwache auf den Plan gerufen hatte, antworte man, dass man die Ladung anderer Schiffe, etwa von Handelschiffen "konfisziert" hätte. "Ah, ihr seid also Zöllner?", frage der Elf. "Exakt, für die thorwalsche Krone, dort am Mast hängen unsere Kaperbriefe", wurde ihm erklärt. Selbt Imrayon erkannte, dass dies keine Kaperbriefe waren, aber die Männer und Frauen dieses Bootes hatten ihn gerettet, und wenn sie für die thorwaler Krone arbeiteten würde schon alles seine Richtigkeit haben, denn er hätte keine Ahnung von Thorwal. Dies führte zu Gelächter unter den Matrosen. Ein lustiges Völkchen waren diese Thorwaler.

Eine der Matrosen kam mit einem kleinen Beutel Kraut an, dass er sich in seine Pfeife stopfe, was mißbilligende Blicke der Kapitänen auslöste. "Ach, zieht es mir vom Sold ab!", kommentierte der Seemann.

Kvalor kannte das Kraut, auf seinen Reisen hatte er die ein oder andere Pflanze gesehen. Das war kein Tabak, sondern Traumkraut. Davon hatte man mehrere Kisten auf einem südländischen Schiff "beschlagnahmt" und wolle dies nun in Al'Anfa verkauf, was somit auch das Reiseziel sei.

Das wären wohl einige Wochen wusste der Entdecker, wenn er sich in Geographie nicht täuschte. Nun, sehr gut, möglichst weit weg von Havena und vielleicht würde er dort etwas Geld machen können, denn seine Taschen waren komplett leer.

Wie nicht anders zu erwarten gab es abends wieder Bier und müde, aber glücklich, viel Kvalor in sein Bett und in tiefen Schlaf.

Am nächsten Morgen wurde er durch Rufe geweckt und kam, mit seinen Waffen, denn man hatte ihm geraten diese immer griffbereit zu haben, an Deck und ihm wurde erklärt, dass man ein Schiff hinter sich hätte. Was für eins, das würde sich zeigen, er solle sich aber Kampfbereit machen.

Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde wurde der Abend hier beendet. Mal sehen wann es weiter geht. Danke an alle Beteiligten.